Ein stilles, kaltes Gift

… auch diese Lehre liegt nun tief im Bewusstsein,
zu verlieren, was hätte bewahrt bleiben müssen.

Das Herz geht sonderbare Wege
und ein anderes dreht sich um
und nie fühlst du dessen Wahrheit mehr.

Und das Hinterlassene tastet sich durch den Nebel,
strauchelt, folgt ungewissen Pfaden, solchen,
denen keine Seele folgen kann,
sucht nach Farben im kalten Grau

und verlässt sie wieder
und alles was vergangen ist,
wird gelöscht, vom Licht der neuen Zeit.

Ade, das Wort ist wie ein Tod, der dich holt.
Ein stilles, kaltes Gift.

rauschen

Der Sturm spült
die Gedanken an dein Ufer,
in der Nacht.

Der Mond macht sie sichtbar.

eigentümliche Worte

Würden wir sämtliche besitzergreifenden Worte
aus unserer Sprache verbannen,
würden mit ihnen die Natur der Produktionsmittel,
wie wir sie kennen und dessen Umgang verbannt. 

Ebenso eliminierte sich wie von selbst
der Umgang mit den Menschen als Ware,
als etwas Eigentümliches.

Wir wären Wilde, wie sie die Entdecker
in alten Zeiten inmitten von Wäldern trafen.
Bewehrt lediglich mit Werkzeugen,
die ihnen das notwendige Lachen schenkten.

Und unsere Hütten teilten wir,
mit Mythen und Göttern.

Am Morgen

Stille zuerst.

Im Zwielicht
geborgener Träume.

Dann, fährt der Wind in die Blätter.
Die fallen Wünschen gleich,
unbeschrieben, ungezählt,

auf den feuchten Boden
morgendlicher Sehnsucht,
die wiegend sich öffnet,

das gefärbte Leben
zu verwandeln.

Dann wieder Stille.

Scholle

Was macht der Mensch in dieser Welt,
wenn er sich nicht hinterlassen kann?
Er kultiviert seine Spuren im Antlitz seiner Tage,

und schürft wie mit einem Pflug die Scholle auf der er lebt.
Doch das Leben selbst ist der Boden den er pflügt,
für eine reichhaltige Ernte.

Während er ergraut, füllt sein Tun das Land mit Farben.

Bedenke dies, es ist kein Privileg von Alchimisten,
die Welt in ihren Glanz zu hüllen!

Die Patina der Zeit, ist des Menschen Hand.